YellowstoneNP

Büffelherde  Geysir

 Der Yellowstone Nationalpark gehört zu den Naturwundern, die ich seit meiner Schulzeit einmal besuchen wollte. Wir kamen am Nachmittag zum Westeingang. Nach kurzem Plausch mit dem Ranger wurde mein Wunsch wahr. Doch nach kurzer Zeit staute es vor uns. Wir als typische Deutsche wollten uns gerade über die Sonntagsfahrer aufregen, als ein paar Bisons aus dem Gebüsch traten. Wir staunten nicht schlecht, denn die Tiere waren ohne Scheu. Nach etlichen Fotos schlängelten wir uns durch und kamen nach wenigen Meilen zu unserem Zeltplatz. Der war malerisch neben dem Firehole River gelegen. Als wir nach dem Einchecken zu unserem Stellplatz rollten, bewegte sich auch eine kleine Bisonherde zwischen den Zelten und Wohnwagen hindurch. Wir bauten unser Zelt auf und hofften, nicht mal früh von einem Bison geweckt zu werden. Gleich um die Ecke war ein Amphitheater und eine Rangerstation. Dort holten wir uns von der  Wildhüterin Tipps zum weiteren Vorgehen. Sie konnte uns sehr viel über die Tiere im Park erzählen, wann, wo und wie man sie am Besten beobachtet, sagte uns die Zeiten, zu  denen die Geysire etwa ausbrechen und gab uns viele Unterlagen mit.

heisse Quelle Bert mit Feuerholz Lower Falls

 Wir waren von der Fahrt recht geschlaucht und gingen zeitig ins Bett. Gegen 5Uhr wurden wir dann  wach, weil die Kälte in unsere Schlafsäcke kroch. Nachts gingen die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt runter. Also schnell anziehen, ins Auto und los. Im Nebel grasten die Bisons und aus den hei&slig;en Quellen stieg Dampf auf. Wir waren,abgesehen von einem Fotografen mit Suuuper objektiv, der auf irgendein Tier wartete, die einzigen, die so zeitig unterwegs waren. Es war eine  ganz besondere Atmosphähre. Beim Old Faithful gibt es eine Lodge und ein Hotel. Dort haben wir  gefrühstückt. Beim Rundgang zwischen den Hot Springs kamen uns auf einmal 3 Bisons entgegen.  Kurzentschlossen gingen wir in einer Baumgruppe in Deckung. Sie schauten uns kurz an und trottete in  3m Entfernung an uns vorbei. Wenn man solch einem Berg aus Knochen, Fleisch und Muskeln gegenübersteht,  wird einem schon etwas mulmig zumute. Der Bison rennt schneller als der Mensch und wird, wenn man ihn reizt,zum Bulldozer. Im Canyon Village haben wir später Filme gesehen, wo Menschen verletzt wurden,  die zu nah herangingen.
Wir fuhren weiter zu den Mammoth Hot Springs im Norden, wo über Jahrhunderte hinweg Kalkterassen entstanden sind. Im Ort selbst grassten zwischen den Häusern seelenruhig Elchkühe. Wir holten uns im Supermarkt alles für einen Grillabend. Feuerholz sammelten wir unterwegs, auf Parkplätzen fanden wir genug. Dann plötzlich war vor uns Verkehrschaos. Ein Ranger stand an der Seite, Autos parkten kreuz und  quer, denn ein Bär lief am Waldrand entlang. Er war in sicherer Entfernung, trollte sich aber nach  kurzer Zeit in den Wald.

Rotwild  Wasserloch

 Zurück beim Zelt bereiteten wir das Abendessen vor. Jeder hatte 2 saftige Steaks, die wir in  Alufolie auf dem Rost über dem Feuer brutzelten. Es schmeckte gigantisch gut und wir saßen  noh lange am Feuer zusammen. Am nächsten Tag sind wir wieder um 5 aufgestanden, haben alles zusammengepackt und den östlichen  Teil mit den Schlammlöchern und Wasserfällen erkundet. Frühstück gab es in Lake Village in einem wunderbar rustikalen Souvenirshop mit Imbiss. Dort arbeiteten 6-8 alte Leute, aber mit Hingabe  und Begeisterung, daß ich ihn hier unbedingt weiterempfehlen will. Er liegt gleich neben der Rangerstation. Die Wasserfälle beim Canyon Village sind großartig. Es gibt die einfache Tour, mit dem Auto vorfahren,  knipsen und weiter, oder die schweißtreibende (haben wir gemacht), wo man zu jedem Fall nochmal runterklettert und dann z.T. live neben den Wassermassen in die Tiefe schauen kann. Etwas Kondition oder viel Zeit sind aber gefragt, denn die Wege schrauben sich steil durch die Berge. Am Nachmittag verließen wir dann den Yellowstone Nationalpark, den Ersten der USA und einer der schönsten und Abwechslungsreichsten für mich.

Kalkformation  heisse Quelle