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Im Sommer 1998 hatte ich eine Woche Überstunden abzufeiern und so düste ich kurzentschlossen mit meinem Bruder nach Tunesien. Unser Hotel lag bei Hammameth, direkt am Meer.Im Ort gab es eine alte Festung der französischen Fremdenlegion, die jetzt ein Museum beherbergt. Am Abend entdeckten wir ein schönes Cafe, in dem wir bei ein paar Drinks den Abend ausklingen ließen. Das Wetter war traumhaft, Sonne, Palmen, Meer, alles wie im Bilderbuch. Durch unsere Tischnachbarn lernten wir einen Mann kennen, der uns mit seinem Auto die Sehenswürdigkeiten der Umgebung zeigte. Er führte uns zu einem Berberdorf, wo wir einheimische Spezialitäten probierten. Der Sohn der Familie zeigte uns den Ort und gab Einblicke in das tägliche Leben. Beim Weiterfahren erlebten wir eine Fata Morgana. In der nächsten Kleinstadt hielten wir an und gingen in ein Kaffeehaus, Dort haben Frauen keinen Zutritt und die Männer rauchen Wasserpfeife oder trinken Kaffee und reden über Gott und die Welt. Schließlich kamen wir dann wieder ans Meer. Dort war ein großes Zeltlager aufgebaut. Unser Führer erklärte, daß hier arme einheimische Familien ihren Urlaub verbringen können, die kein Geld für ein Hotel haben. Nach eingehender Besichtigung des Hafens fuhren wir an der Küste zurück zum Hotel. Am nächsten Tag feilschten wir auf dem Markt mit den Händlern um Souvenirs. In der Nachbarstadt war ein grosser Markt, in dem ich meinem Kaufrausch so richtig freien Lauf lassen konnte. Mein Bruder wollte eine Trommel kaufen, aber die Preise lagen alle recht hoch. Nach zähen Verhandlungen bekamen wir 2 Stück für den halben Preis, den sonst eine gekostet hätte. Dieser Tag hat mir viel Freude bereitet, denn ich hatte mit solchen Geschäften in Thailand schon Erfahrungen gesammelt. Abends war im Hotel immer ein Programm, Bingo, Volkstanz, Disco oder wir gingen in die Bars der Stadt. Dieser Urlaub war genau das richtige, um einmal kurz dem Alltagsstress zu entfliehen.

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