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Den Staat Nevada erkennt man mühelos daran, daß die Leuchtreklamen sagenhafte Gewinne versprechen und die Spielautomaten überall zu finden sind. In Tankstellen, Supermärkten, Restaurants, Bars und natürlich in Casinos klimpert und klingelt es ständig. Überall ist das Rauchen gestattet, denn der Spieler soll sich ja wohlfühlen. Entsprechend komfortabel sind auch die Hotels. Zimmerpreise sind sehr günstig und die Casinos locken mit verbilligten Menues im angrenzenden Restaurant. Es ist eine ganz eigene Welt, in der man aber auch viele Gestrandete findet. Wir schauten uns Ely an, kurz hinter der Grenze zu Utah. Dieser kleine Ort war am Wochenende beliebter Treff von Spielern. Wir wohnten im Hotel Nevada, dem einzigen Steinbau. Es ist sehr schön hergerichtet. Früher sind hier viele Schauspieler abgestiegen, wie diverse Fotos zeigen.
Von hier fuhren wir die Loneliest Road, eine 250 Meilen lange Straße an der es nur 2 kleine Ortschaften gibt. Die Landschaft ist recht eintönig, Wüste mit kleinen Büschen, selten ein Baum. Dafür jede Menge Radarfallen. Kein Wunder, wenn die Straße bis zum Horizont geradeaus geht, verführt das zum Rasen. Dann kamen wir an einem merkwürdigen Baum vorbei. Er war über und über mit Schuhen behangen. Leider habe ich keine Ahnung warum. Reno ist, verglichen mit Las Vegas, nur ein billiger Abklatsch. Jede Menge Hotels, Casinos, Restaurants und Geschäfte, aber bei weitem nicht so prunkvoll und verschwenderisch. Trotzdem gibt es hier jede Menge spielwütiger Zocker, mit denen sich Geld verdienen läßt.

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